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Die Aufgaben eines Architekten haben sich im Laufe der Zeit grundlegend gewandelt und das tun sie noch. Architekten gibt es in der Geschichte der Menschheit, seit größere Häuser gebaut werden. Kleine Hütten wurden zu früheren Zeiten zumeist von unseren Vorfahren selbst gebaut, aber spätestens bei größeren Häusern und Sakralbauten wie Kirchen brauchte man Architekten. Damals hießen sie natürlich noch nicht so, sie nannten sich gemeinhin Baumeister. Ein Baumeister war ein meist ausgebildeter Handwerker, der sich auskennen musste mit Entwürfen, Statik und Bauabläufen, oft arbeitete er zuvor als Steinmetz oder Steinbildhauer. Die wohl erste Ausbildung für einen Baumeister gab es im Barock, Frankreich schuf zu dieser Zeit die ersten staatlichen Bauschulen. In Deutschland mussten die Baumeister länger auf eine tief greifende Ausbildung warten, sie lernten hier lange Zeit nur durch Erfahrung und mit Hilfe von Werkmeisterbüchern. In jenen Büchern war vor allem die Planung und Organisation ein wichtiger Schwerpunkt, wer des Lesens unkundig war, konnte auf diesem Gebiet kaum große Taten vollbringen. Oft wurde das Wissen vom Vater zum Sohn weitergegeben, ganze Generationen einer Familie übten den Beruf des Baumeisters aus. Im Zuge der Industrialisierung wurde es jedoch immer wichtiger, eine gute Ausbildung zu erhalten, die Gebäude wurden größer und anspruchsvoller, die Bauwerke aufwendiger. Im 19. Jahrhundert war es dann endlich soweit: Die Geburtstunde der Architektur war da. Der Beruf des Architekten wurde zu einer eigenen akademischen Disziplin. Die theoretische Ausbildung bekam mit der Vielzahl neuer Bauaufgaben einen bedeutend größeren Stellenwert als bisher, Architekten mussten von nun an firm sein in Fragen der Statik, in Berechnungen, Infrastrukturmaßnahmen, Industriebauten und in vielem mehr. Heute macht ein Architekt Frankfurt weit mehr, als nur Häuser zu bauen. Es gibt Architekten im herkömmlichen Wortsinn, es gibt Innenarchitekten, Garten- und Landschaftsarchitekten und Stadtplaner. Für jede dieser Berufsgruppen ist ein Studium von Nöten, darüber hinaus muss ein Architekt, um sich als solchen bezeichnen zu dürfen, mindestens zwei Jahre unter Anleitung eines erfahrenen Architekten praktisch gearbeitet haben. Erst dann kann er der Architektenhandwerkskammer beitreten und seinen Beruf offiziell ausüben.

 

 

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